Aldi-Netbook im Test: Medion Akoya E1222 wirklich “sehr günstig”?
Aldi Süd und Aldi Nord bieten ab Donnerstag (4. März) ein Netbook für 299,- an. Es handelt sich hierbei um das Medion Akoya E1222, ein 10-Zoll-Netbook mit dem Atom N450-Prozessor (1,66 GHz), 1 GB RAM und 250 GB Festplattenspeicher. Im Prinzip also die üblichen technischen Daten, die wir von aktuellen Netbooks kennen. Computerbild hat dieses Netbook schon vorab “getestet” und liefert ein Urteil, mit dem Aldi seine Werbung schmückt. Das Preisurteil lautet “sehr günstig”.
Dazu kommt aber noch ein nettes Fazit zur Steigerung der Kaufmotivation: So sei das Aldi-Netbook Medion Akoya E1222 “klein, leicht und damit ideal für den Einsatz unterwegs”, als ob diese Eigenschaften bei Netbooks eher eine Seltenheit wären. Doch die Computerbild-Redaktion schließt ihren Testbericht noch präziser ab und liefert knallharte Fakten:
“Lob verdient auch die lange Akku-Laufzeit sowie die gute Ausstattung mit 250-Gigabyte-Festplatte und Bluetooth. Für 299 Euro ist das Gerät ein echtes Schnäppchen.”
Mit der langen Akku-Laufzeit sind vier-einhalb Stunden gemeint, die im Testbericht als herausragende Leistung dargestellt werden. Für ein Netbook ist das aber höchstens befriedigend. Für die aktuellsten Netbooks wird mit weit höherer Akku-Laufzeit geworben und in Praxistests halten sie zumindest 5 bis 7 Stunden durch. Auch was den Preis angeht, kann von einem echten Schnäppchen keine Rede sein.
Das Netbook von Medion kostet knapp 300,- Euro und für diesen Preis bekommt man schon top-verarbeitete Markenware mit der gleichen Leistung und Speicherkapazität. Bei Mediamarkt und Real gab es schon vor Wochen deutlich bessere Netbook-Angebote. Lediglich beim Thema Bluetooth muss man eingestehen, dass diese Technologie in den neueren 10-Zoll-Netbooks seltener zu finden ist. Ein weiterer Pluspunkt für das Aldi-Netbook ist die lange Garantiezeit von 3 Jahren, die aber im Testbericht nicht einmal erwähnt wird.
Alternativen zum Aldi-Netbook
Schon beim ersten Satz des Computerbild-Artikels bekomme ich das Gefühl, als habe die Marketing-Abteilung von Aldi Exklusivrechte beim Computerbild erworben. Dem potentiellen Aldi-Netbook-Käufer wird das Bild vermittelt, hier ginge es um die heißeste Ware am Limit des technisch möglichen: Mit Medion Akoya E1222 testet Computerbild nämlich zum ersten Mal ein Netbook mit dem N450-Prozessor. Da hat die Redaktion wohl zwei Monate lang gepennt. Im März kommen schon die ersten Netbooks mit dem N470-Prozessor, der mit 1,83 GHz noch einen Gang zulegt.
Wer auf Bluetooth verzichten kann, findet hier eine aktuelle Übersicht zu Marken-Netbooks mit der gleichen Ausstattung und dem gleichen Preis, jedoch mit besserer Verarbeitung. Für Bluetooth-Liebhaber eignet sich alternativ zum Aldi-Netbook das Samsung N150-Eliah
bzw. das Samsung N150-Endi
. Und was ich auch schon verraten kann: Ab Mitte März wird es auch von Acer ein Bluetooth-Netbook mit dem Atom N450-CPU für ca. 300,- Euro geben: das Acer Aspire One 532
.
Verwandte Themen:
- Aldi-Netbook Akoya E1222 ab Juni im Angebot
- Netbooks 2010: Die neue Eee PC-Generation jetzt schon günstig online kaufen
- Samsung NC20-anyNet im Angebot: 12er “Riese” für 301,- Euro und ein paar Groschen
- Prozessor-Ausverkauf: 10,- € Rabatt auf ohnehin günstige Netbooks mit Atom N270, N280 und Z520
Ich sucher derzeit auch ein netbook und habe mir auch die Aldi-Werbung angesehen.
Unter 5h sind nirgendwo in der Werbung zu finden und das hat auch seinen Grund, das ist ein absolutes NoGo gerade in der 10 Zoll-Klasse.
Mein subjektives Fazit:
Netbooks sind im Verhältnis überteuert, mit der Kalkulation ext. DVD-LW und 2 GB RAM sind Preise von 400€ normal, dafür gibt´s ein normales Notebook mit besserer Leistung.
Der Sinn eines Netbooks sind aber große Akku-Laufzeiten. über 10h!!
Aktuell sollte Win7 machbar sein, das geht ab dem Intel N450, wichtig wäre 64-Bit Tauglichkeit und die Standardausrüstung von 2 GB RAM (für XP nice-to-have/für Win 7 notwendig)
Der Preis von 160GB HD zu 250GB, zu 320GB macht jeweils 20€
Der Preis für RAM 2GB knapp kalkuliert 40€
Leider gibt es kein Netbook zum selbstbestücken, viele Angebot haben nur 1 GB RAM und NUR eine Bank, sprich 299€ + 40€ und der 1 GB Riegel ist für den Mülleimer :(
Ist derzeit eine schwierige Zeit, da der Sprung auf Atom N450/470 vertriebstechnisch vollzogen wird.
Der Unterschied 1,6 Ghz zu 1,66 GHz scheint aber viel auszumachen.
Die Hersteller können sich bei dem Preis nichts schenken, die Werbung und solche Tests wie in der Computer-Bild sind suboptimal, der Verbraucher wird hinter das Licht geführt.
Mein derzeitiger Favourit Eee PC 1005 PE in 10″
Compaq Mini 311-1110EG in 11,6″ leider wieder schwacher Akku
aber 400 € sollten selbst für 11 oder 12″ wirklich die Schmerzgrenze sein.
Ich bin sehr neugierig auf den Asus Eee PC 1201 PE
Nachtrag: Bluetooth ist für mich weder ein K.O.-Kriterium noch ein Argument.
Bluetooth-Dongle kostet zwischen 4,99 bis 10€
da sind andere Sachen wichtiger.
Tip unter Freunden: bei Pollin gültig bis 31ten März, ergo Versandkostenfrei
Frühlingsgutschein über 5,– EUR 56-991 188
Bluetooth USB-Stick MOTOROLA PC850 (2,95) 94-721 510
Slimline CD-Laufwerk, extern, USB (9,95) 94-700 024
verbessert etwas die Betrachtung von div. Netbooks, von den Belinea Books halte nischt, RAM ist Pollin auch schlecht bestückt, aber Zubehör ist ok.
Ja diese Einschränkungen, z.B. was RAM-Riegel angeht, haben wir Microsoft, Intel und wer weiß welchen Monopolisten noch zu verdanken, die am runden Tisch darüber entscheiden, welche Zweit- und Drittrechner mit welchen Konfigurationen und welchen Betriebssystemen der Endverbraucher zu kaufen hat.
Ist das ein typisch deutsches Übersicherheitsbedürfnis? Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie man angesichts von 1024 MB von schlechter RAM-Bestückung reden kann. Bei 512 MB würde ich das verstehen – ginge auch, wäre aber wirklich etwas knapp heutzutage.
Guckt hin und wieder jemand auf den tatsächlichen Ressourcenbedarf, zB im Taskmanager? Ausserdem bringt Ausmisten (Software) und Optimieren viel mehr. Weil Software, die gar nicht erst abgearbeitet werden muss und Speicher belegt, auch die Akkulaufzeit, die Temperatur und auch die Geräuschemissionen (Lüfter!) positiv beeinflusst.
Ich hab hier (unter XP) gerade ein paar dicke Office-Dokumente offen, im FF-Browser rund 20 Seiten offen, bearbeite nebenbei eine grosse Grafik in PaintShop. Und immer noch sind bei 1 GB rund 400 MB Speicher absolut frei, kam noch nie an die Grenzen, trotz abgeschalteter Swapfunktion. Eher geht der Prozessor in die Knie.
Übrigens habe ich das Belinea 13011 vom Pollin (baugleich mit dem S1310 von ONE)- und würde es sofort wieder kaufen. Hochwertige Verarbeitung, interner DVD-Brenner nachrüstbar (hab meinen von one.de nachgekauft), gute Tastatur, satte Laufzeit von 5-6 Stunden, kontrastreiches, helles Display – und leise ist es auch noch. Nichts davon ist heute selbstverständlich.
Ok, kein Bluetooth, nur 2 USB – es ist nicht perfekt. Aber dafür HDMI, 16:10-Format, Expresscard34 und optisches Laufwerk. Und zeig mir einer mal die eierlegende Wollmilchsau in dieser Grösse, Qualität zu diesem Preis: ein handliches Subnote, das jedes Netbook spielend in die Tasche steckt, für rund 350 Euro mit integriertem SATA-DVD-Brenner.
Heutzutage pauschal die Books eines Herstellers bewerten zu wollen ist etwas sinnarm. Jeder einzelne hat bestimmte Serien und Einzelversionen, die besonders gut oder schlecht sind. Nicht alle Belineas sind schlecht, aber auch nicht alle Samsungs oder Sonys sind gut. Kommt immer drauf an, da ist tatsächlich eine Einzelbeurteilung nötig. Auch wenn’s mehr Mühe macht.
agree. Besonders gut gefällt mir bei dem Modell die Tastatur mit ihren vollwertigen, nicht doppelt belegten Cursortasten. Also Bild auf/ab, Pos1 und Ende separat. Das hat mich bei den Netbooks immer zu Tode genervt. Winzig kleine Cursortastchen, für Pygmäenkleinkinderhände geschaffen, doppelt belegt bis hin zur Unbrauchbarkeit.
Was mir beim Belinea nicht gefällt ist der etwas bassarme Ton, der via Kopfhörer auch noch mit leichten Störgeräuschen belegt ist. Allerdings ist mir das letztlich wurscht: wenn ich guten Ton will, nehme ich den MP3 Player oder gleich die Anlage. Ein Notebook muss nur Töne wiedergeben können und ist nicht als HifiSoundstudio konzipiert. Und das macht er ordentlich.
Zu dem Speicher: für WinXP und Linux reichen 1 GB easy. Bei Windows7 brauchts ganz klar 2 GB. Vista mag ja von vielen als eine regelrechte Ressourcenwildsau empfunden worden sein. Win7 ist zumindest noch ein behäbiges, rechneraufheizendes akkuleistungschluckendes und lärmerzeugendes Ressourcenschweinchen und kann im Prinzip nichts relevantes, was man mit XP nicht auch hinkriegen würde, incl geiler Themeoptik.
Manchmal hat man den Eindruck, dass dahinter System steckt, frei nach dem Motto: gib dem Volk die Cholera, dann wird es ich danach über die Vogelgrippe richtig freuen…
oh-mein-gott…
nein, das gilt nicht den Postings hier. Ich hab grad den Computerbild-Test (Link ganz oben) gelesen. Die bemängeln tatsächlich, dass nach nur 14.000 mal Öffnen/Schliessen des Netbooks Kabelbrüche zu vermelden sind.
Zur Verdeutlichung: das sind knapp 38 Jahre einmal an 365 Tagen Netbook auf/zu. Oder rund 8 Jahre täglich 4mal auf/zu.
WAS IST LOS MIT DENEN? Erst ersäufen sie reihenweise die armen Netbooks (mit Punktabzug), jetzt fordern sie undendliche Materialbelastbarkeit.
Also wirklich, da fehlen mir die Worte. Die sind ja wie eine Horde gelangweilter grosser Jungs, die alles tun, um mal wieder etwas kaputt machen zu dürfen. Mit der Realität haben diese “Tests” jedenfalls nichts mehr zu tun.
[...] 10,1 Zoll-Display, 1 GB RAM und 160 GB Speicherplatz, ist wesentlich besser verarbeitet als das Aldi-Netbook von Medion und soll laut Asus eine lange Akkulaufzeit von bis zu 11 Stunden erreichen. Das ist wohl [...]
[...] geworben. Besonders das Testurteil von Computerbild war nicht nachvollziehbar und unglaubwürdig (Netbook-Dealer berichtete). Auch diesmal bedient sich Aldi der gleichen Werbemethode und versucht die Schwächen des Netbooks [...]